Alien Attack

Über das Projekt

„Alien Attack“ ist ein Computerspiel für die Heimcomputer-Plattform MSX, die in den 80er Jahren vor allem in Japan, Spanien, Südamerika und den Niederlanden sehr populär war. In Deutschland fristete das 8-Bit-System angesichts der starken Konkurrenz durch den Commodore C64 und andere ein Schattendasein.
Nun ja, es war ein MSX-Computer, den ich 1984 geschenkt bekam. Vermutlich seitdem existiert mein Traum (den ich wohl mit vielen verpickelten Computer-Kids meiner Generation teile) , ein „richtiges“ Computerspiel selbst zu entwickeln.

Es sollte 36 Jahre dauern, bis dieser Traum wahr wurde. Seit einigen Jahren habe ich meine Faszination für „mein“ altes System wieder entdeckt und musste feststellen, dass es eine sehr aktive Community rund um den Erdball gibt, die diese Leidenschaft noch immer teilt. So entstehen aus dieser Fan-Community heraus noch immer zahlreiche Hardware- und Software-Produkte für das MSX-System, es finden jährliche Entwicklungs-Wettbewerbe statt und, und, und…

Auf der Website „MSX Resource Center“ (www.msx.org), dem zentralen Anlaufpunkt der Community, suchte ein Entwickler aus Brasilien Anfang 2020 noch Unterstützung bei Grafik und Sound für sein Spieleprojekt „Alien Attack“… soweit die Geschichte.

Spiele-Tester gesucht

Du möchtest gerne uns und das Projekt unterstützen? Nach 5 Monaten Entwicklungszeit freuen wir uns, den ersten Level von „Alien Attack“ fertig gestellt zu haben. Nun ist der richtige Zeitpunkt, diesen Entwicklungsstand auf Herz und Nieren zu prüfen. Uns interessieren dabei zwei Aspekte:

  • Auffinden von bisher unentdeckten Fehlern in der Umsetzung, dem Spieldesign, der Spiellogik
  • Feedback, Anregungen, Verbesserungsvorschläge, Ideen zum Spiel

Bei Interesse setze Dich einfach mit mir in Verbindung! Entweder indem du hier einen Kommentar verfasst oder direkt über die im Impressum angegebene E-Mail-Adresse.

„How to play … äh … test“

Du kannst mit dem Testen/Spielen beginnen, sobald Du das Spiel in Form einer Datei, eines sogenannten ROM-Images, von mir erhalten hast. Diese Datei kannst du mit einem der frei verfügbaren MSX-Emulatoren laden und dann spielen.

Ich empfehle die Verwendung des Emulators „WebMSX“, da er ein komplettes MSX-System im Webbrowser emuliert – es ist keine Installation zusätzlicher Software notwendig. Im Folgenden werden die einzelnen Schritte erklärt, wie das Spiel im WebMSX gestartet und gespielt werden kann.

Speichere die Datei ALIENMEGA.ROM (das ROM-Image) auf Deinem Windows-Computer ab (bspw. auf Laufwerk C:)

Starte einen Webbrowser (Chrome, Firefox oder MS Edge) und rufe die Website https://webmsx.org auf. In der Mitte der Seite befindet sich der emulierte MSX-Computer – weisse Schrift auf blauem Grund, wie früher halt! 🙂
Ein MSX-System „bootet“ immer in das mitgelieferte MSX Basic, tja und das kam auch damals schon von Microsoft. Da der Emulator verschiedene MSX-Systeme und Konfigurationen darstellen kann, müssen wir ihn zunächst richtig konfigurieren.

Über das „Zahnradsymbol“ unten rechts wird das Options-Menü geöffnet. Hier den Punkt „Select Machine“ auswählen, dann aus der Liste den Eintrag „MSX Europe (PAL)“ auswählen. Wir haben nun einen MSX1 (1. Generation) im Emulator gestartet.

Nun wollen wir endlich das Spiel starten. Bei einem „echten“ MSX-Computer würde man dazu das Spiel, das in Form einer Cartridge (ein Spiel-Modul, ähnlich denen des NES) in den dafür vorgesehenen Schacht am MSX-Computer stecken. Im Emulator geschieht dies durch Klick auf das Symbol „Cartridge 1“ am unteren Rand. Es klappt ein kleines Menü auf, wir wählen den Punkt „Load ROM Image“ aus. Es öffnet sich ein Datei-Auswahldialog, jetzt bitte die zuvor gespeicherte Datei ALIENMEGA.ROM auswählen.

Der emulierte MSX startet erneut. Leider wird das Spiel noch nicht geladen, da wir noch eine wichtige Einstellung ändern müssen…

WICHTIG!!!
Bitte öffne erneut das „Cartridge 1“ Menü und wähle den Punkt „Set ROM Format“ aus.

Im Menü „Select ROM Format“ muss unbedingt „Konami“ ausgewählt werden! Auch die Option „Remember Choice“ kann auf „YES“ gesetzt sein. Sooo, endlich.

Fertig! Puh! Das Spiel sollte nun starten und euch mit dem Titelbild begrüßen.

Was erwartet mich?

Ein waschechtes Space-Shoot’em up – kurz Shmup – Raumschiff, Aliens, Schießen, Tot. Nicht mehr, nicht weniger. 🙂
Ziel des Spiels (bis jetzt): Den Endgegner / Boss des ersten Levels erreichen und eliminieren! Auf dem Weg dahin möglichst viele Punkte sammeln und möglichst selten selbst zerstört werden…

Das Spieler-Raumschiff kann mit den Cursor-Tasten gesteuert werden, geschossen wird mit der SPACE-Taste.

Am unteren Bildschirmrand gibts 3 Anzeigen:
Lives – Die Anzahl eigener Leben, zu Beginn des Spiels hat man derer 3.
Score – Für jeden Abschuss eines Gegners gibt es Punkte, je nach Stärke des Gegners mehr oder weniger.
Time – Dies ist der Timer für bestimmte Extra-Waffen. Erhält man eine Extra-Waffe, so beginnt der Timer von 99 rückwärts zu zählen. Die Extra-Waffe verschwindet, wenn der Timer 0 erreicht hat.

Powerups / Extras:

Ab und zu erscheint eine Powerup-Sphäre, deren Einsammeln eine bestimmte Extra-Waffe oder den Schutzschild aktiviert. Durch Beschiessen der Sphäre ändert sie ihre Wirkung.

Der Boss:

Das Ende des Levels wird von einem mächtigen Endgegner bewacht. Er kann nur mit einer bestimmten Taktik getroffen werden. Finde seine schwache Stelle!

GAME OVER:

Solltest Dein Raumschiff dreimal zerstört worden sein, dann kannst Du weiterspielen, indem Du die SPACE-Taste für 3 Sekunden lang gedrückt hältst. Das Spiel beginnt dann erneut.

Puuhh, das sieht aber ziemlich … alt aus.

Ja, und das ist es auch. Also das System, auf dem Du da gerade spielst. Hier mal ein paar Fun-Facts zum MSX1-System und dem Spiel selbst:

Das MSX1-System verfügt über eine Farbpalette von fest vorgegebenen 16 Farben, die Bildschirmauflösung beträgt 256 x 192 Bildpunkte. Das System verfügt über 64 Kilobyte RAM und zusätzliche 16 Kilobyte VideoRAM. Als Prozessor werkelt ein Zylog Z80A mit sagenhaften 3,579 MHz. Die MSX1-Architektur lässt leider kein „weiches Scrolling“ zu, so dass der Spiel-Hintergrund immer blockweise eingelesen werden muss – daher das „Ruckeln“.

Das Spiel selbst wird insgesamt 256 Kilobyte groß sein, es werden immer nur die aktiven Teile in den RAM des Rechners geladen. Sound-technisch steht ein 3-Kanal-Soundgenerator zur Verfügung. In diese 3 Kanäle werden Hintergrundmusik und Sound-Effekte „gequetscht“. Zusammengefasst: wir bringen das System in vielen Belangen mit diesem Spiel an seine Grenzen!

Daher: Bitte berücksichtigt bei euren Tests die Limitierungen des Systems, stellt euch vor, ihr würdet im Jahr 198x ein „neues“ Spiel auf eurem heissgeliebten C64, ZX Spectrum oder NES anspielen. 🙂

Wie gehts dann weiter?

Solltest Du das Spiel erfolgreich gestartet und einige Runden gespielt haben, setze Dich mit mir in Verbindung und teile mir Deine Meinung mit!

Weitere Ideen zur Frage, wie und was getestet werden sollte, habe ich in diesem Beitrag näher beschrieben

Sind dir Fehler oder zumindest „Merkwürdigkeiten“ aufgefallen? Her damit, am besten mit Screenshot!

Schreibe einen Kommentar